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Dark Dancer bleibt als Zuchtrüde bei uns. Die nachfolgende Seite dient daher ausschliesslich der Information, in wie weit sich ein Irish Terrier für die Arbeit als Behindertenbegleithung eignet.
Auf den Fotos sehen Sie Duran, der ein wenig länger bei uns blieb und Dark Dancer.
Platz für Duran (links) und Dark Dance.
Sitz für Duran und Dark Dancer (rechts).
Mein Ziel ist es, einen hervorragend sozialisierten Junghund abzugeben, der gelernt hat zu lernen. Mit neun bis zwölf Monaten wird Dark Dancer relativ zuverlässig freudigen Gehorsam leisten und sein neuer Besitzer kann leicht mit Unterstützung einer guten Hundeschule mit ihm weiter arbeiten.
Für Interessenten aus unserer Gegend um Asbach steht eine Hundeschule parat, welche die weiterfürhende Ausbildung mit einer behinderten Person anbietet.
Der Vorteil meiner Vorgehensweise liegt darin, daß Dark Dancer als junger Behinderten-Begleithund somit finanziell erschwinglich sein wird und daß außerdem die neue Bezugsperson lernt, wie man mit einem Hund umgeht. Die Grundkommandos und sehr, sehr viel, das er in seinem Leben als Behinderten-Begleithund brauchen wird, kann er mit einem Jahr aus dem ff. Als Jundhund wird er noch die ein oder andere pubertäre Phase durchmachen, aber das meiste, was er brauchen wird, ist mit einem Jahr gelernt.
Wir würden uns sehr freuen, wenn wir möglichst bald eine geeignete Person für ihn kennen lernen könnten. Zum einen, um den Bedarf seiner Fertigkeiten evtl. noch genauer abstimmen zu können und zum zweiten damit Dark Dancer seine zukünftige Bezugsperson möglichst früh kennen lernen kann.
Wir wünschen uns einen Freund oder eine Freundin für Dark Dancer. Ab 14 Jahre, körperlich behindert aber geistig und psychisch in der Lage auf ein Wesen einzugehen, das sehr feinfühlig als Freund und Helfer sein Leben teilen wird.
Ein Irish Terrier will gefallen, will ein guter Hund sein, Dinge richtig machen und möchte Freundschaft und Anerkennung. Dark Dancer sucht sehr stark Nähe, Aufmerksamkeit und ist für seinen Besitzer quasi allzeit bereit, sich zu beweisen. Dark Dancer hat ein grosses Herz und ist voller Vertrauen. Wenn ich ihn beobachte, seine Freude und sein offenes Wesen sehe, wird mir ganz warm ums Herz, weil er wirklich etwas ganz besonderes ist. Um diese Eigenschaften zu erhalten, sind mir geistige und psychische Stabilität für sein neues zu Hause absolut wichtig.
November 2009
Dark Dancer beherrscht mittlerweile folgende Kommandos:
- Kommen auf Zuruf
- bei Fuß gehen
- Sitz
- Platz
- Türe an einem Strick öffnen
- Türe mit Pfote schliessen
- Schublade mit Strick öffnen
- mit Pfote schliessen
- apportieren von diversen Gegenständen mit Abgabe in die Hand
Natürlich ist alles noch spielerisch und wird nach und nach so geübt, daß Dark Dancer die Kommandos auf Wort und Sichtzeichen beherrscht.
Momentan sind die Übungsstunden für ihn das reinste Gaudium. Er lässt alles liegen und stehen, wenn mich mich für unsere Arbeit rüste. Auch draussen unter Ablenkung reicht normalerweise ein einziger Ruf oder Pfiff und er rast herbei, daß die Ohren nur so fliegen.
Es ist eher ein Problem, ihn etwas zu bremsen, als ihn zu motivieren. Sieht er im Ansatz eine Übung, fängt er sofort an, noch bevor ich ein Kommando geben kann. Dahingehend muß er noch mehr Aufmerksamkeit und Arbeits-"ernst" lernen. Momentan ist mir seine Begeisterung und seine Freude am Ausprobieren aber so wichtig, daß ich mir mit dem Einbremsen noch etwas Zeit lasse.
Ich habe Dark Dancer absichtlich beigebracht, Türen und Schublade mittels eines angebundenen Stricks zu öffnen, um möglichst materialschonend zu arbeiten. Auf Wunsch bringe ich ihm gerne auch bei, die Klinke mittels Hochspringen zu betätigen.
Dezember 2009
Hier sehen Sie Dark Dancer im Alter von 6 Monaten bei einigen Übungen:
http://www.youtube.com/watch?v=KuLPjN2Ei1Y
1. März 2010
Die Aufs und Abs in der Ausbildung. Dark Dancer ist gewaltig in die Pubertät gekommen. Manchmal scheint es, als ob zwischen beiden Ohren eine direkte, hohle Verbindungslinie existiert, die Schallwellen ungebremst wieder in den Äther schickt.
Letzte Woche rutschte er auf einer glatten Treppe aus und seitdem kostet es Überredungskraft, ihn Treppen hinabsteigen zu lassen. Ich schicke seine Mutter vor und zurück, um ihm die Angst zu nehmen, aber er braucht momentan eine ziemliche Anlaufzeit, um schrittchenweise die Treppen zu nehmen.
Seit Neuestem macht er sich die Schranktüren selbständig auf und fischt nach schönen, flauschigen Pullovern, aus denen er sich einen Liegeplatz mit Schnuller dreht und daran herumnuckelt. Wir haben den selben Geschmack - mein Lieblingspullover aus feinster Merinowolle hat ein derbes Loch... Ich kann den Pulli gar nicht weit genug wegstecken, daß er ihn nicht wiederfindet.
Im Moment steht daher wieder Grundgehorsam und das Heranführen an neue und alte Situationen im Mittelpunkt unserer Arbeit. Die pubertäre Phase dauert zeitweilig nur wenige Minuten an. Zu jeder Zeit ist Dark Dancer freundlich und anschmiegsam geblieben.
Am Abend holt er sich seine Schmusedecke - er ist wie Linus von den Peanuts im Haus immer mit Decke unterwegs - und legt sich vor die Schlafzimmertüre. Intensiver Körperkontakt ist ihm sehr wichtig. Wenn er mit auf das Sofa darf, legt er seinen Kopf auf mein Bein, liegt er auf dem Boden, legt er sich gerne quer über meine Füsse. Selbst wenn er sich nur kurz hinsetzt, hockt er fast immer auf einem meiner Füsse.
Mein kleiner Charmeur ist mittlerweile grösser als die Mama und wiegt 15 Kilo. Ich habe ihn auf einer Terrierschau ausgestellt und er wurde äusserst gut beurteilt. Sein Gang ist kraftvoll, dynamisch und elgant. Für einen acht Monate alten Hund besitzt er eine sehr gut entwickelte Reife. Sein Fell ist dicht, rötlichblond und liegt fest an seinem muskulösen Körper. Die Öhrchen kippen exakt nach vorne, sein Gebiss ist kräftig und strahlend. Er ist einfach ein toller Hund. Wenn ich ihn mit seinem festen, raumgreifenden und federnden Schritt die Welt erorbern sehe, geht mir das Herz auf.
09.03.2010
Dark Dancer jagt von einem Tag auf den nächsten wieder die Treppen rauf und runter. Es scheint ein Teil eines pubertären Schubs gewesen zu sein. Freundlichkeit ist zwar ein grosser Teil des Ausbildungsziels - sollte ein behinderter Mensch Hilfe benötigen, müssen zu jeder Zeit Helfer vom Hund herangelassen werden - aber Dark Dancer hat eine derart überschäumende Freude an allen zwei- und vierbeinigen Wesen, daß ich hier noch etwas arbeiten muss. Er sieht einen Fremden kommen, erstarrt vor Glück und rast als Begrüssungskommando der Welt los, den Ahnungslosen zu erfreuen. Manchmal ist er dabei so in freudiger Erregung, daß ich ihn kaum erwischen kann. Besonders bei Kindern ist er nahezu nicht zu bremsen.
Grundgehorsam, Grundgehorsam, Grundgehorsam und das geduldige Begleiten durch die pubertäre Zeit.
Bislang hat sich mein dickes Fell ausgezahlt. Ich lasse mich nicht aus der Ruhe bringen - klappt etwas nicht, wird es unter anderen Bedingungen in Gelassenheit wiederholt. So hat Dark Dancer noch nie eine Verweigerungshaltung eingenommen, sondern ist nach wie vor ein wild begeisterter Schüler.
08.Mai 2010
Die letzten Monaten hatten wir intensives Anti-Jagd-Training. Dark Dancer ist jetzt recht zuverlässig abrufbar von allem Getier, das so herrlich davonläuft... Das hat mich einiges an Schweiss gekostet, aber ein führiger Hund ist jede Mühe wert. Und ein zweites gutes Training konnten wir absolvieren: Lili war läufig. Und auch hier konnten wir unermüdlich arbeiten, damit Dark Dancer auch bei einer läufigen Hündin noch hört.
Nach wie vor ist er ein ungestümer Hund. Jung und voller Kraft. Ein sonniges Gemüt gepaart mit unbändiger Freude. Ein durch und durch feiner Hund. Aber nichts für Glasknochen! Dabei ist er sensibel und fühlt Stimmungen sehr genau. Er nimmt zwar bei besonders feinen Leckerbissen die ganze Hand ins Maul, ist dabei aber trotzdem zart und hat noch nie Haut dabei verletzt.
Und schön ist er! 
13. Juni 2010
Was zeichnet Dark Dancer vor allem aus? Er ist absolut nervenstark. Wir waren auf der Messe "Abenteuer Allrad". Bei starken Windböen knatterten Fahnen, es waren viele Menschen und Hunde unterwegs, Motorenlärm, ein Feuerwerk, ein explodierender Reifen, eine knallende Champagnerflasche neben ihm. Dark Dancer verzieht keine Miene. Lustigerweise zeigte er sich beim Spaziergang im Naturschutzgebiet manchmal etwas verunsichert, wenn besonders knorrige Bäume im Weg standen.
Zu Hause stand er zufällig in der Garage, als das Blechdach aufgenagelt wurde. Ich bin vor Schreck einen halben Meter hoch gesprungen. Dark Dancer blieb völlig ungerührt.
Nach wie vor findet er Staubsauger toll und lässt sich sogar auf schwacher Stufe gerne das Fell absaugen. Dafür kann er den Fön nicht leiden.
Heute hatten wir Kinderbesuch. So trampelig Dark Dancer oft ist: Bei kleinen Kindern legt er eine unglaubliche Vorsicht an den Tag. Der Fünfjährige durfte sein Bällchen werfen und es ihm wieder abnehmen.
Und praktisch ist er auch. Bei einer Bekannten fiel die Fernbedienung vom Tisch und er apportierte sie brav. Ich lege Wert auf deutliche Abgabe der Gegenstände in die Hand. Das heisst, Dark Dancer drückt die Gegenstände fest in die angebotene Hand.
13. Juli 2010 Dark Dancer ist seit dem 1. Juli "großer Bruder" von vier Welpen. Lilli lässt ihm keine Chance auch nur in die Nähe Ihrer Babies zu kommen. Von dem Welpengepiepe ist er oft ganz irritiert. Ich sehe förmlich ein riesiges Fragezeichen über seinem Kopf, wenn er die fremden Tönchen hört. Allerdings interessiert ihn eher Lillis Leckerbisschen-Freßschüssel als die neuen Geschwister.
Was seine Ausbildung angeht, war er jetzt zwei Mal in einer Schule für Kinder, die eine Schulung in sozialer Integration benötigen. Es scheint ihm gut zu gefallen und die Kinder benehmen sich im Kontakt mit ihm auch vorbildlich. Natürlich ist die Lehrerin ausgebildet, wie ein Hund in eine Klasse integriert wird und die Kinder lernen so, die Bedürfnisse eines Hundes - bzw. eines anderen Lebewesens - zu respektieren. In wie weit wir diese Aufgabe ausbauen, werden wir nach den Ferien entscheiden.
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